Sonntag, 16. Januar 2011

Mit Integration und Kostenoptimierung ins neue Jahr - DRAM Produzenten unter sich

Passend zur aktuellen Sturzflug-Euphorie in der Speicherpreisdebatte habe ich eine ältere Grafik wiederentdeckt, die einen guten Überblick über die Marktverhältnisse der DRAM-Hersteller liefert.
Wie man gut sehen kann, kommen allein die zwei grössten Produzenten, Samsung und Hynix, auf etwas mehr als 50% Marktanteil. Wenn man das ganze nach den Herkunftsländern aufschlüsselt, dann stehen die koreanischen Hersteller (Samsung, Hynix) ebenso an der Spitze. Danach folgen die Taiwaner mit Powerchip, Nanya, ProMos und Winbond. Ziemlich allein stehen die japanische Elpida und die amerikanische Micron da. Kleinere Hersteller sind in dieser Grafik nicht berücksichtigt.

Da Samsung erst kürzlich angekündigt hat, in diesem Jahr grössere Summen für Forschung und Entwicklung auszugeben, kann man davon ausgehen, dass sie ihre technologische Führerschaft weiter ausbauen. Bereits letztes Jahr wurde die Massenproduktion sehr erfolgreich von 56nm auf 46nm umgestellt und erzielt stabile Yieldraten. Samsung hat daher genug Reserven um den sinkenden Preisen mittelfristig standzuhalten.

Was den Investitionsaufwand betrifft, ist es aufgrund der bekannten Schweinezyklus-Problematik üblich, eher auf neue Technologien zu setzen, anstatt die Kapazitäten auszubauen. Grundsätzlich führen beide Massnahmen zu geringeren Kosten. Allerdings müssen im zweiten Fall die Fabriken ausgelastet werden; da jeder Tag hohe Fixkosten mit sich bringt und man eine hochoptimierte Produktionsstrasse nicht eben mal von heute auf morgen kostenlos abschalten kann. Hinzu kommen die Kapitalkosten in Form von Zinsen.

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